Myofunktionelle Störungen
viszerales Schluckmuster erkennen und behandeln
Logopädische Therapie in der Logopädischen Praxis Langer
Myofunktionelle Störungen betreffen das Zusammenspiel der Muskulatur im Mund-, Gesichts- und Zungenbereich. Eine häufige Form ist das viszerale Schluckmuster, bei dem die Zunge beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne drückt.
Dieses falsche Schluckmuster kann langfristig Auswirkungen auf Zahnstellung, Kieferentwicklung, Sprache und Atmung haben. In der Logopädischen Praxis Langer unterstützen wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, ein physiologisches Schluckmuster und eine stabile Zungenruhelage zu entwickeln.
Hintergrund: Wie oft schluckt ein Mensch eigentlich?
Schlucken ist eine der häufigsten Bewegungen unseres Körpers.
Ein Mensch schluckt durchschnittlich etwa 1.500 bis 2.000 Mal pro Tag – beim Essen, Trinken und auch unbewusst beim Speichelschlucken.
An diesem komplexen Vorgang sind über 20 Muskeln im Mund- und Rachenraum beteiligt. Entscheidend für einen gesunden Schluckvorgang ist dabei die Zungenposition.
Beim physiologischen Schlucken
liegt die Zunge am Gaumen hinter den oberen Schneidezähnen
bleiben die Lippen locker geschlossen
haben die Zähne leichten Kontakt
Beim viszeralen Schluckmuster drückt die Zunge dagegen beim Schlucken nach vorne gegen die Zähne oder sogar zwischen die Zahnreihen.
Da dieser Vorgang täglich tausende Male stattfindet, wirken dabei dauerhaft Kräfte auf Zähne und Kiefer.
Was ist ein viszerales Schluckmuster?
Das viszerale Schluckmuster ist ein infantiles Schluckmuster, das im Säuglingsalter ganz normal ist. Beim Stillen oder Saugen stabilisiert die Zunge dabei den Mundraum.
Mit der Entwicklung von Kiefer und Zähnen sollte sich jedoch ein reifes Schluckmuster entwickeln.
Bleibt das infantile Muster bestehen, spricht man von einer myofunktionellen Störung.
Ursachen einer myofunktionellen Störung
Ein viszerales Schluckmuster kann unterschiedliche Ursachen haben.
Frühkindliche Gewohnheiten
langes Daumenlutschen
intensive Nutzung von Schnuller oder Flasche
verkürztes Zungenband
frühzeitige Stillentwöhnung
Funktionelle Ursachen
Mundatmung
vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide)
häufige Infekte der oberen Atemwege
eingeschränkte Nasenatmung
Weitere Faktoren
falsche Zungenruhelage
muskuläre Ungleichgewichte im Mund- und Gesichtsbereich
Zahn- oder Kieferfehlstellungen
Symptome und mögliche Folgen
Myofunktionelle Störungen können sich auf verschiedene Weise zeigen.
Typische Anzeichen
Zunge drückt beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne
Lippen müssen beim Schlucken stark angespannt werden
häufig offener Mund in Ruhe
Mundatmung
Zunge liegt nicht am Gaumen
Mögliche Folgen
Zahn- und Kieferentwicklung
offener Biss
Zahnfehlstellungen
Rückfälle nach kieferorthopädischer Behandlung
Sprechen und Artikulation
Lispeln (Sigmatismus)
unklare Aussprache
Weitere Auswirkungen
instabile Zungenruhelage
verspannte Lippen- und Gesichtsmuskulatur
eingeschränkte Nasenatmung
Myofunktionelle Therapie beim Logopäden
In der Logopädischen Praxis Langer behandeln wir myofunktionelle Störungen mit einer gezielten myofunktionellen Therapie (MFT).
Diese Therapie umfasst spezielle Übungen zur:
Korrektur der Zungenruhelage
Verbesserung des Schluckmusters
Kräftigung der Lippen- und Gesichtsmuskulatur
Förderung der Nasenatmung
Die Übungen werden individuell angepasst und regelmäßig im Alltag trainiert.
Warum eine Behandlung wichtig ist
Da wir täglich etwa 2000 Mal schlucken, kann ein falsches Schluckmuster über Jahre hinweg die Zahn- und Kieferentwicklung beeinflussen.
Eine frühzeitige logopädische Therapie kann helfen:
Zahnfehlstellungen zu vermeiden
kieferorthopädische Ergebnisse zu stabilisieren
die Artikulation zu verbessern
eine gesunde Atmung zu fördern
✔ Beratung und Therapie
Wenn Sie den Verdacht auf eine myofunktionelle Störung oder ein viszerales Schluckmuster haben, beraten wir Sie gerne persönlich.
Logopädische Praxis Langer
Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Schwerpunkte: Stimme, Artikulation und myofunktionelle Therapie.